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Unser Orden – das Wichtigste im Überblick

Karmel Heilig Blut Dachau

Der Karmel Heilig Blut Dachau gehört zum Teresianischen Karmel in Deutschland, dem insgesamt 250 Schwestern angehören. Unser Orden trägt den Namen: Unbeschuhte Schwestern des Ordens der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel.

Wir sind Mitglied der Föderation St. Teresa der deutschen Karmelitinnenklöster OCD. Die Föderation ist der Zusammenschluss von Klöstern des von Teresa von Ávila reformierten Ordens der Schwestern von Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, einer kontemplativen Schwesterngemeinschaft der römisch-katholischen Kirche.

Unser Kurzprofil

„Tag und Nacht im Gesetz des Herrn betrachten und im Gebet wachen“, so heißt der Kernsatz der ursprünglichen Regel des Karmel. Der Karmel als kontemplativer Orden sieht seine zentrale Lebensaufgabe im Gebet. Dieses Leben des Gebetes bedeutet ein Dasein vor Gott in der Stille, im Hören, ein Hineinwachsen in die Freundschaft mit ihm. Es verlangt gleichzeitig Offenheit für Gott und die Menschen mit ihren Problemen und Nöten.

Im fürbittenden Gebet tragen die Karmelitinnen die Anliegen der Kirche und Welt von heute vor Gott. Durch ihren betenden Dienst nehmen sie teil an den Sorgen und Leiden unserer Zeit.

Die Lebensordnung der Gemeinschaft ist geprägt von einer Atmosphäre der Stille und des Schweigens. Eucharistiefeier, zwei Stunden Meditation, gemeinsames Stundengebet, Arbeit für den Lebensunterhalt in den Werkstätten, Haus und Garten und eine gemeinsame Erholungsstunde sind wesentliche Elemente des Tages.

Der Karmel Heilig Blut Dachau wurde 1964 nahe dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau gegründet. Die Intention der Gründerin, der Karmelitin Mutter Maria Theresia von der gekreuzigten Liebe war es, diesen Ort einstigen Grauens zu einer Stätte des Opferns und des Gebetes zu machen und gerade hier ein lebendiges Zeichen der Hoffnung aufzurichten.

Die Wesensaufgabe des Karmel, im fürbittenden Gebet vor Gott zu stehen, wird an dieser Stätte in besonderer Weise zum Dienst der Versöhnung in Christus, zum Mittragen von einstigem und gegenwärtigem Leid. Das verlangt Offenheit für die vielfältige Not, die Menschen unserem Gebet anvertrauen, sowie die Bereitschaft, andere teilnehmen zu lassen an unserer Liturgie, unserer Gebets- und Glaubenserfahrung.

„Meiner Ansicht nach ist das innerliche Gebet nichts anderes als das Zusammensein mit einem Freund, mit dem wir oft und gerne allein zusammen sind, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, dass er uns liebt.“ Teresa von Avíla

„Das Karmelitinnenkloster Heilig Blut Dachau ist erbaut als Stätte des Gebetes, der Besinnung und der Verinnerlichung. Es ist ganz auf das ehemalige, erste Konzentrationslager in Deutschland bezogen. Seine Grundgestaltung ist die des Kreuzes. Seine Achse ist die der Lagerstraße. Die Zellen der Schwestern bilden die Arme, der Kreuzgang das Haupt, Kapelle und Chor den Leib, der Altar mit dem Tabernakel das Herz. Die Zellen lagern sich um den Altar wie eine Herde um ihren Hirten. Das Ganze wächst zusammen zu einer Gestalt. Der Karmel Dachau ist in allem so einfach wie das Gewand der Karmelitin. Der gesamte Bau will durch seine Konzeption dem Verlangen nach Stille entsprechen, die Ewigkeit einlässt.“ Professor Josef Wiedemann, Architekt

Die Marienstatue in der Kirche ist aus dem Priesterblock des KZ Dachau.

In der Gruft neben dem Altar liegt der Erbauer dieses Klosters Weihbischof Johannes Neuhäusler (1888-1973) begraben (selbst KZ-Häftling von 1941 – 1945).

Hier finden Sie diesen Text als PDF zum Download (PDF 98 KB).

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