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Weihnachtsbrief 2018

Liebe Freunde und Wohltäter unseres Karmel,

im Folgenden wollen wir Sie teilhaben lassen an dem, was uns im vergangenen Jahr besonders bewegt hat: 

Kupferstich 18. Jh. von J. de Man/Antwerpen - Archiv Provinzialat OCD, München

Abschied

Von zwei langjährigen Freunden im priesterlichen Dienst haben wir Abschied nehmen müssen: im Januar von Herrn Prof. Dr. Joachim Gnilka, der viele Jahre zu uns ins Haus kam, um uns beim Studium der Hl. Schrift zu begleiten. Gern erzählte er uns zudem nach seinen Gastvorlesungen in Rom von seinen Eindrücken in der Weltkirche und nach seinen Reisen in die arabischen Länder von der Begegnung mit der Welt des Islam. Im Juli wurde Herr Pfarrer Albert Bauernfeind nach schwerer Krankheit zu Gott heimgerufen. Durch Jahrzehnte hindurch war er ein Freund und Wohltäter unserer Gemeinschaft, der immer bereit war, bei Bedarf die Frühmesse bei uns zu übernehmen. Beiden Geistlichen erbitten wir in Dankbarkeit für das Geschenk ihres Lebens die ewige Freude bei Gott.

Besuche

20 ecuadorianische Bischöfe. Ein Stück Weltkirche durften wir auch miterleben, als im Frühsommer 20 ecuadorianische Bischöfe anlässlich ihres Ad-Limina-Besuches im Vatikan in ihrer Partner-Diözese München und Freising Station machten. Sie besuchten die KZ-Gedenkstätte, informierten sich über unser Leben und Beten hier und verabschiedeten sich mit einem gemeinsamen Gebet.

2 griechische Bischöfe. Im Juli kamen aus Griechenland zwei Bischöfe mit ihren politischen Stadtvertretern zu uns. Sie wurden begleitet von einer ökumenischen Delegation aus Aschheim und den Kirchenvertretern vor Ort zusammen mit Erzpriester Apostolos Malamoussis, München, mit dem wir freundschaftlich verbunden sind.

40 Karmeliten. Im August fand die Begegnung mit über 40 Karmeliten aus dem Stammorden (Beschuhte) aus aller Welt statt: Die Studenten und Patres kamen aus 25 Nationen. Sie sind mit ihrem Pater General Fernando Millan Romera O.Carm. zu einer Gedenk- und Studienreise nach Dachau aufgebrochen. Nachdem sie eine Tafel mit dem Bildnis der beiden Seligen P. Titus Brandsma und P. Hilary Januszewski im Gedenkraum der Gedenkstätte enthüllt hatten, feierten wir gemeinsam die heilige Eucharistie.

Nachprimiz. Wir hatten die Freude, die Nachprimiz von P. Benedikt M. Thomas Sedlmair C.O. vom Oratorium des hl. Philipp Neri im November bei uns in der Klosterkirche zu erleben. Bei der anschließenden Begegnung im Sprechzimmer erfuhren wir von den Aufgaben seiner Gemeinschaft und von der Zusammenarbeit der Brüder und Schwestern seines Ordens in Aufhausen bei Regensburg.

„Cor orans"

Aus unserem Gemeinschaftsleben lässt sich berichten, dass wir uns viel und intensiv mit der Veröffentlichung aus Rom: „Cor orans“ (das betende Herz) beschäftigen. Es wurde geschrieben für die kontemplativen Klöster weltweit, also für alle kontemplativen Gemeinschaften, und versucht, eine Erneuerung unseres Ordenslebens zu ermöglichen.

Jubiläum

Unsere Schwester Angela Vogl blickt am Festtag des Hl. Johannes vom Kreuz (14.12.) auf 50 Professjahre zurück: ein Grund zur Freude für die ganze Gemeinschaft, mit ihr sagen wir Gott Dank für ihr Leben in unserer Gemeinschaft, ihr Wirken in Küche und Garten.

Haus und Garten

Haus und Garten bei uns im Kloster sind ja weitläufig – wen mag es da wundern, dass immer wie­der Erneuerungen nötig werden. Wir wohnen zwar in einem solide gebauten Haus, aber dennoch benötigen wir Beratung von Fachleuten, die uns bei der Renovierung (vor allem der vielen Dachflächen) unterstützen. Der Sichtbeton gibt an etlichen Stellen die „Sicht frei“ auf bröckelnde Schichten und Mauerstücke, Sanierung ist angesagt! Ebenso musste der Zaun entlang am Würmkanal zu einem großen Teil kostenaufwändig und arbeitsintensiv erneuert werden, da er durch Sturmschäden von umgestürzten Bäumen, zum Teil durch die unermüdliche Arbeit des Bibers, sehr schadhaft war. Auch unser Friedhofshügel innerhalb des Gartens wurde einer großangelegten Verbesserungsmaßnahme unterzogen: nach vielen Jahren war er fast zugewachsen und wurde nun fachgerecht aus- und zugeschnitten. Der Blick auf das große Holzkreuz mit der Inschrift (ein Ausspruch unserer Mutter Gründerin Maria Theresia): „Gottes Wille Gottes Liebe“ inmitten der Gräberanlage ist nun wieder vom Haus aus möglich.

Dank, frohe Weihnachten und Gottes Segen für das neue Jahr

Mit unserem Rückblick auf das vergangene Jahr danken wir Ihnen sehr herzlich für die Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft und wünschen Ihnen ein gnadenreiches und frohes Weihnachtsfest. Gehen wir gemeinsam mit der heiligen Teresa zum Kind in der Krippe mit all unseren Sorgen und Nöten und lassen wir unser Herz von ihm verwandeln.

Reichen Segen und Frieden für das kommende Jahr 2019.

Wir bleiben Ihnen im Gebet verbunden und grüßen Sie sehr herzlich.

Ihre Schwestern vom Karmel Heilig Blut Dachau

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